Mersch «Koppelwee»
Hybrid-Passivhaus aus Beton und Massivholz in Mersch
Dieses hybride Passivhaus aus Beton und Massivholz wurde innerhalb der Wohnsiedlung "Koppelweg I" in Mersch (Großherzogtum Luxemburg) erbaut.
Im Erdgeschoss bietet das Haus ein helles Wohnzimmer mit einer schönen zeitgenössischen Eichenküche. Innen und außen verschmelzen durch große Erkerfenster auf gleicher Höhe wie die Decke, die den Zugang zu einer angenehmen Terrasse ermöglichen. Das Erdgeschoss besteht aus 3 hellen Schlafzimmern, darunter eine Mastersuite mit Ankleideraum, Bad sowie einem Duschraum.
Besonderheiten: Alle Wände des Flurs im Erdgeschoss sind aus Eiche, einschließlich der Innentüren. Diese Auskleidung ist durchgehend an den Wänden der drei Schlafzimmer. Die Kombination dieser Wände mit weißen Decken und schwarzem Parkett bringt eine nüchterne und elegante Atmosphäre in die Räumlichkeiten. Generell wurde der Geist des Hauses bewusst aus einem Spiel aus hellen und dunklen Flächen gestaltet.
Die Symbiose von Beton und Holz erklärt sich durch seine Eigenschaften in Verbindung mit der Trägheit des Gebäudes (besserer thermischer Komfort) und durch seine hohen akustischen Eigenschaften. Das Massivholz im Inneren erwärmt und erweicht die moderne Ästhetik des Hauses auf natürliche Weise.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Akustik der Schlafzimmer mit einem Drei-Wand-Konstruktionssystem gelegt. Jeder Raum hat seine eigenen vier Wände und Massivholzplatten, die durch Hanf akustisch getrennt sind. Dadurch erhalten wir sehr gute akustische Werte, ähnlich einer Betonwand.
Auf technischer Ebene ist die Installation einer Wärmepumpe mit Eisspeicher zum Heizen und Kühlen des Passivhauses zu beachten. Die kontrollierte mechanische Belüftung regelt die konstante Frischluftzufuhr. Der Lüftungsluftdurchsatz wird durch CO2- und Feuchtemesssonden in jedem Wohnraum geregelt, was eine gute Luftqualität im ganzen Haus garantiert.
Das Haus wurde in modernster Passivbauweise errichtet. Ökologische Materialien wurden bevorzugt: kein Polystyrol oder PU-Schaum, sondern Holzfaserzellulose und Schaumglas. Zusätzlich wurde die gesamte Betonfläche aus wasserdichtem Beton hergestellt, wodurch die polymeren Dichtungsstreifen überflüssig werden.
Fotos: mypixelworld.be / Stéphanie Bodart